CG-PRO Rundlaufmessgerät · Concentricity Gauge
Wissen Sie, was Ihre Matrize produziert? Die meisten Wiederlader gehen davon aus, dass gute Komponenten gerade Patronen ergeben. Das stimmt meistens — nur weiß es niemand, bevor er es gemessen hat.
Der black4st® CG-PRO macht es messbar: einlegen, drehen, ablesen. Das Messobjekt liegt auf vier Auflagerollen, ein federvorgespanntes Reibrad dreht es. In unseren Eigentests haben wir dabei eine Reproduzierbarkeit von 2 µm* demonstriert.
Er misst Geschosse, Hülsen und fertige Patronen — von sehr kleinen Geschossen (SMK 52 gr o. Ä.) bis .338 Lapua Magnum, mit dem LR Kit bis .50 BMG.
Kurz gesagt: Der black4st® CG-PRO ist ein Rundlaufmessgerät (Concentricity Gauge) für Wiederlader: Das Messobjekt liegt auf vier Auflagerollen, ein federvorgespanntes Reibrad dreht es — die volle Umdrehung ohne Umgreifen, mit Andruck aus der Feder statt aus der Hand. Er misst Geschosse (ab SMK 52 gr o. Ä.), Hülsen und fertige Patronen von .22 l.r. bis .338 Lapua Magnum, mit dem LR Kit bis .50 BMG. In unseren Eigentests haben wir eine Reproduzierbarkeit von 2 µm* demonstriert.
Zum Video: 2 µm im Eigentest →
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Wie ein Rundlaufmessgerät funktioniert
Ein Rundlaufmessgerät — im Englischen Concentricity Gauge, im Handel auch Konzentrizitätsprüfer — zeigt, wie rund ein Messobjekt tatsächlich läuft. Es dreht sich, eine Messuhr tastet es ab, der Zeiger zeigt die Abweichung.
Der Wert allein sagt Ihnen allerdings nicht alles. Interessant wird er erst, wenn Sie ihn an mehreren Stellen Ihres Ladeprozesses nehmen — dazu gleich mehr.
Von Hand gedreht messen Sie sich selbst mit
Bei vielen Geräten dieser Klasse drehen Sie das Messobjekt mit den Fingern. Das klingt harmlos und ist es nicht, denn dabei passieren zwei Dinge gleichzeitig.
Das erste ist eine Frage der Vollständigkeit. Rundlauf ist nach ISO 1101 der volle Ausschlag über eine ganze Umdrehung um die Bezugsachse. Mit dem Finger schaffen Sie etwa zwei Drittel, dann müssen Sie umgreifen — und in dem Moment ist die Umdrehung unterbrochen. Das Verfahren ist also nicht unbequem. Es ist unvollständig.
Das zweite ist eine Frage der Kraft. Die Messuhr drückt mit ihrer Federkraft gegen das Messobjekt und schiebt es aus der Auflage. Wie fest Sie dagegenhalten und wie gleichmäßig Sie drehen, ändert sich von Umdrehung zu Umdrehung. Der abgelesene Wert wandert mit — unabhängig davon, wie gut Ihre Uhr ist.
Beides zusammen heißt: Sie messen nicht nur die Patrone. Sie messen Ihre Hand mit.
Was die Begriffe genau bedeuten → Rundlauf an der Patrone messen
Deshalb kommt der Andruck aus einer Feder
Genau an dieser Stelle setzt die Konstruktion des CG-PRO an: Ein Schwenkarm hält das Antriebsrad mit konstanter Federkraft am Messobjekt. Sie setzen den Finger seitlich am Rad an und drehen — andrücken müssen Sie nicht. Die Kraft, die beim Handdrehen mit jeder Umdrehung schwankt, ist hier eine konstruktive Konstante.
Dazu läuft das Messobjekt auf vier Kugellagern in ABEC-9, einer der höchsten Toleranzklassen, und ein Anschlagstift hält die axiale Lage von Messung zu Messung identisch.
Uns ist in dieser Geräteklasse — den Rundlaufmessgeräten fürs Wiederladen — kein zweites Gerät bekannt, bei dem die Andruckkraft aus einer Feder kommt. Definierte Andruckkraft finden Sie sonst erst eine Klasse höher, bei professionellen Präzisions-Messanlagen mit vierstelligen Preisen.
Das ist auch ein Grund, warum die 2 µm* überhaupt zustande kommen: Wo der Anpressdruck nicht mehr vom Anwender kommt, wandert der Messwert auch nicht mehr mit ihm.
Messen ohne Reibung
Am Antriebsrad drehen Sie das Messobjekt in einem Zug mehrfach unter der Messuhr durch — ohne Umgreifen, ohne erneutes Ansetzen.
Bei einer einzelnen Patrone ist das bequem. Bei einer ganzen Charge ist Messen Fleißarbeit — fünfzig, hundert Patronen, jede einzeln aufgelegt. Dort zählt jeder eingesparte Handgriff.
Denn so hört fast jeder auf, wenn es zu aufwändig ist: erst wird jede Patrone gemessen, dann nur noch Stichproben vor dem Wettkampf, dann gar nicht mehr. Nicht aus Zweifel am Sinn — aus Erschöpfung. Ein Messgerät, das den Ablauf zäh macht, wird zum Regalstück, egal wie genau es ist.
Genau diese Reibung nimmt der CG-PRO heraus: auflegen, drehen, ablesen — Patrone für Patrone, im gleichen Rhythmus. Damit bleibt auch das Messen ganzer Chargen machbar, und das Gerät wird benutzt statt weggestellt — auch nach Jahren noch.
Nicht dass etwas krumm ist. Sondern wo es entsteht.
Aussortieren ist der unmittelbare Nutzen: auffällige Patronen erkennen, bevor sie mit an den Stand gehen. Der zweite Nutzen reicht weiter.
Wenn Sie nur die fertige Patrone messen, wissen Sie, dass etwas nicht stimmt — aber nicht, woran es liegt. Messen Sie zusätzlich nach jedem Arbeitsschritt, wird aus derselben Zahl eine Diagnose:
Am Ausgangsmaterial — Geschoss und gefeuerte Hülse einzeln. Das trennt Zukauf und Kammer von Ihrem eigenen Prozess.
Nach dem Kalibrieren — die kalibrierte Hülse. Zeigt, ob Matrize und Expander den Hals mittig lassen.
Nach dem Setzen — die fertige Patrone. Zeigt, ob der Setzvorgang das Geschoss schief einführt.
Geschoss, leere Hülse, kalibrierte Hülse und fertige Patrone liegen auf derselben Auflage — umgebaut wird nichts. Verstellt wird schon — je Messobjekt steht das Setup anders. Genau dafür gibt es die zwei Positionierskalen: Ein Setup wird notiert und wieder eingestellt, nicht neu gesucht.
Damit lässt sich eine Abweichung einem Arbeitsschritt zuordnen und beheben.
Die sechs Stellen, an denen Rundlauf entsteht → Woher kommt der Rundlauf?
Was genau wir versprechen
Der CG-PRO macht Ihren Ladeprozess messbar. Sie sehen Veränderungen, Sie können Arbeitsschritte vergleichen, Sie finden heraus, wo eine Abweichung entsteht — und Sie sortieren auffällige Patronen aus, bevor sie mit an den Stand gehen.
Was wir nicht versprechen, ist ein Präzisionsgewinn auf der Scheibe, den wir nicht belegen können. Weniger Rundlauf bedeutet nicht automatisch kleinere Gruppen: Auf das Ergebnis wirken Waffe, Lauf, Ladung, Geschoss, Hülsen, Wetter und der Schütze selbst, und diese Fehlerbeiträge addieren sich quadratisch — solange ein großer Beitrag dominiert, verschwindet die Verbesserung eines kleinen im Rauschen. Wer mit Fabrikmunition zwei MOA schießt, wird den Unterschied nicht sehen. Wer konsequent den Sub-MOA-Bereich anstrebt, sieht überhaupt erst, worüber gestritten wird.
Genau deshalb finden Sie in den Foren gegensätzliche Erfahrungsberichte — und beide Seiten haben recht. Sie beschreiben verschiedene Ausgangslagen, nicht verschiedene Wahrheiten.
Von kleinen Geschossen über .22 l.r. bis .50 BMG
| Klasse | Beispiele |
|---|---|
| Klein | sehr kleine Geschosse (z. B. Sierra MatchKing .224 / 52 Grain), .22 l.r. Patrone |
| Standard | .223 Rem, .308 Win |
| Long Range | bis .338 Lapua Magnum — ohne Kit |
| Extra Large | CheyTac® .408, .50 BMG — mit LR Kit |
Bis .338 Lapua Magnum brauchen Sie kein Zusatzteil.
Die Ränder sind dabei der eigentliche Punkt: .22 lfB passt in viele Geräte gar nicht hinein, sehr kleine Einzelgeschosse erst recht nicht. Der CG-PRO deckt beide Enden mit derselben Auflage ab.
Noch größer? Das LR Kit
Für CheyTac® .408, .50 BMG und vergleichbar große Patronen braucht der CG-PRO mehr Platz zwischen Auflage und Anschlag. Dafür tauschen Sie den rechten Seitenblock gegen die LR-Ausführung und setzen Anschlagstifthalter und Anschlagstift LR dazu.
Antrieb, Lagerung und Messprinzip bleiben identisch — Sie ändern den Bauraum, nicht das Verfahren. Das Kit passt auf CG-PRO und CG-PRO RED (die Kit-Teile gibt es nur in Schwarz), ist jederzeit nachrüstbar; der Umbau steht in der Bedienungsanleitung des CG-PRO.
LR Kit · .408 / .50 BMG
Gebaut nach den Regeln der Fertigungsmesstechnik
In der Fertigungsmesstechnik müssen drei Dinge festliegen, bevor eine Messung überhaupt etwas bedeutet: wie das Werkstück gedreht wird, wogegen es referenziert ist, und wie fest angedrückt wird.

Beim CG-PRO ist alles drei Konstruktion statt Handhabung — Reibrad, Anschlagstift, Zugfeder. Dazu die Aufnahme auf vier Kugellagern in ABEC-9 — und zwei gehärtete 8-mm-Präzisionswellen in Toleranzklasse h6, auf denen alles Verstellbare läuft: auf der einen Schwenkarm und Messuhrhalter, auf der anderen die beiden Auflageblöcke. Je Welle führt eine Positionierskala — ein gefundenes Setup wird notiert und wieder eingestellt, nicht neu gesucht.

Verstellbarkeit hat allerdings einen bekannten Preis: Spiel. Der CG-PRO zahlt ihn nicht, und das steckt in der Niederzug-Klemmung: Jede Klemmschraube sitzt oberhalb der Wellenmitte — beim Anziehen setzt sich der Block selbst plan auf die Grundplatte, statt sich zu verkanten. Leichtgängig verstellen, spielfrei klemmen. Auch das steckt in den 2 µm*: Ein Gerät, das sich auf jedes Kaliber einstellen lässt, nützt nur, wenn das Einstellen die Geometrie nicht verschiebt.
Wir haben nachgemessen
Ein Messgerät hat einen Eigenanteil: Auflagerollen, Antriebsrad und Schwenkarm bewegen sich, und jedes bewegte Teil bringt Spiel mit. Wie viel davon in der Anzeige landet, lässt sich messen.
Deshalb haben wir es gemessen: mit einem Präzisions-Messstift (±1 µm) anstelle einer Patrone und einer 2-µm-Messuhr. In unseren Eigentests haben wir eine Reproduzierbarkeit von 2 µm* demonstriert.
Der komplette Versuchsaufbau ist im Video zu sehen.
Ich habe Hülsen lange von Hand gegen die Messuhr gedreht — und irgendwann gemerkt, dass ich meine Hand messe, nicht die Hülse. Der CG-PRO ist die Antwort darauf: Lager, Feder und Anschlag übernehmen, was vorher Gefühl war.
Vor einem Wettkampf fertige ich etwas mehr Munition als nötig und sortiere die auffälligen Stücke aus. Das hat bei mir immer funktioniert.
Wie bei uns konstruiert, gefertigt und gemessen wird → Engineering
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Schwarz und Rot sind technisch identisch — gleiche Lager, gleiche Mechanik, gleiche Funktion. Nur die Farbe unterscheidet sich.
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Eine Messuhr ist nicht enthalten. Der Halter nimmt handelsübliche Fühlhebelmessuhren auf — Körperbreite unter 9,5 mm, Fühlhebel unter 35 mm, Auflösung empfohlen ab 0,01 mm bzw. 0,0005″ — für Geschosse auf Bench-Rest- und F-Class-Niveau 0,002 mm bzw. 0,0001″.
Häufige Fragen
Wie misst man Rundlauf an einer Patrone?
Das Messobjekt rotiert auf einer Auflage, eine Messuhr tastet die Oberfläche ab, der volle Zeigerausschlag über eine Umdrehung ist der Rundlauf. Entscheidend ist, wo Sie antasten und worauf das Objekt liegt — beides bestimmt den Wert.
Wie oft braucht man so ein Gerät?
Eigentlich fast ständig: beim Einrichten einer neuen Matrize, nach dem Wechsel einer Halsbuchse, zu Beginn einer Charge, vor einem Wettkampf — und vor dem Training zur Kontrolle.
Welche Kaliber kann ich messen?
Von sehr kleinen Geschossen wie dem Sierra MatchKing .224 (52 Grain) über .22 l.r., .223 Rem und .308 Win bis .338 Lapua Magnum. Mit dem LR Kit auch CheyTac® .408 und .50 BMG.
Ab welchem Wert ist eine Patrone schlecht?
Offizielle Grenzwerte der Sportverbände gibt es nicht. Wir orientieren uns an etablierten Community-Richtwerten, die wir teilen und die sich in unserer Erfahrung bestätigt haben — gemessen als TIR an der geladenen Patrone, am Geschoss ca. 2,5 mm / 0,100″ vor dem Hülsenmund:
| Anwendung / Bewertung | TIR |
|---|---|
| Bench Rest / Extreme Präzision | ≤ 0,013 mm / 0,0005″ |
| F-Class / Match | ≤ 0,025 mm / 0,0010″ |
| PRS / gut | ≤ 0,051 mm / 0,0020″ |
| Praxisgerecht | ≤ 0,076 mm / 0,0030″ |
Was über 0,076 mm / 0,0030″ liegt, gehört geprüft. Ausführlich — mit Messpositionen, Richtwerten für Geschosse und Hülsenhälse und allen Quellen: Alle Richtwerte im Detail →
Ist eine Messuhr dabei?
Nein — bewusst nicht, damit Sie die Uhr wählen können, die zu Ihnen passt. Erforderlich ist eine Fühlhebelmessuhr, Körperbreite unter 9,5 mm, Fühlhebel unter 35 mm, Auflösung empfohlen ab 0,01 mm bzw. 0,0005″ — für Geschosse auf Bench-Rest- und F-Class-Niveau 0,002 mm bzw. 0,0001″.
Gibt es den CG-PRO in verschiedenen Farben?
Ja — Schwarz (CG-PRO) und Rot (CG-PRO RED), technisch identisch. Der Unterschied ist die Farbe, sonst nichts.
Messen statt raten
Kugelgelagerte Auflage. Federvorgespannter Antrieb. Definierte Referenz.
Von kleinen Geschossen (SMK 52 gr o. Ä.) über .22 l.r. bis .338 Lapua Magnum, mit LR Kit bis .50 BMG. Gefertigt in Deutschland.
30 Tage Widerrufsrecht statt 14 · Kostenlose Lieferung ab 100 € in DE
* Die 2 µm sind ein Testergebnis unter den beschriebenen Bedingungen — keine Garantie und kein Versprechen. Die erreichbare Reproduzierbarkeit hängt unter anderem von Messuhr und Taster, von Messstift und Aufbau, von Sauberkeit, Antastkraft, Handhabung und Umgebung ab.