Welches Ladebrett passt zu welchem Kaliber?
Hülsenboden · Hülsenfamilie · Auswahl
Zwei Kaliber mit ganz verschiedenen Namen können denselben Hülsenboden haben — und ein Brett, das für das eine gebaut ist, hält das andere genauso.
Kurz gesagt: Ob eine Hülse in ein Ladebrett passt, hängt allein vom Durchmesser ihres Bodens ab. Kaliber mit gleichem Bodendurchmesser bilden eine Hülsenfamilie und passen in dasselbe Brett — deshalb deckt ein einzelnes Brett oft zwanzig oder mehr Kaliber ab.
Der Hülsenboden und die Hülsenfamilie
Der Durchmesser des Hülsenbodens ist das Maß, auf das ein Ladebrett ausgelegt wird.
Kaliber mit gleichem oder sehr ähnlichem Bodendurchmesser nennt man eine Hülsenfamilie. Sie entstehen dadurch, dass neue Kaliber oft aus vorhandenen Hülsen entwickelt werden: Der Hals wird verengt, die Schulter versetzt, der Boden bleibt. So sind aus der .308 Win unter anderem .243 Win, .260 Rem und 7 mm-08 hervorgegangen — und Kaliber anderer Herkunft wie die .35 Whelen (aus der .30-06) gehören zur selben Familie, weil schon ihre Mutterhülse denselben Boden trug.
Für Ladebretter heißt das: Ein Brett je Familie genügt.
So bestimmen Sie den Bodendurchmesser
Nehmen Sie eine leere Hülse und messen Sie mit einem Messschieber quer über den Boden, direkt oberhalb des Randes. Der Wert liegt bei gängigen Büchsenkalibern zwischen etwa 9 und 15 Millimetern.
Steht Ihr Kaliber nicht in den Kaliberlisten, ist dieser Wert die Auskunft, die wir brauchen: Schreiben Sie ihn uns, und wir sagen Ihnen, welches Brett passt.
Drei Größen decken die gängigen Kaliber ab
Die RTS-Serie von black4st® ist nach diesem Prinzip aufgeteilt:
- Die kleine Familie um .223 Rem — dazu gehören .222 Rem, .204 Ruger und .300 AAC.
- Die mittlere Familie um .308 Win — die größte Gruppe, mit .243 Win, 6,5×55, .270 Win, .30-06 und weiteren.
- Die Magnum-Familie um .338 Lapua Magnum — mit .300 Win Mag, 7 mm Rem Mag, .375 H&H und den übrigen großen Böden.
Die vollständige Zuordnung der Kaliber zu den drei Modellen →
Warum die Bohrung durchgeht
Eine Aufnahme kann ein Sackloch sein oder durchgehen. Geht sie durch, fallen Pulverreste hindurch, statt sich unten zu sammeln — und das Zündhütchen kann nirgends aufsitzen.
Ein zweiter Grund fällt erst nach dem Reinigen auf: Wer seine Hülsen nass reinigt, stellt sie zum Abtropfen mit der Mündung nach unten ins Brett. Das funktioniert nur, wenn unten Luft und Wasser durchkommen.
FAQ
Woran messe ich den Hülsenboden?
Mit einem Messschieber quer über das geschlossene Ende der Hülse, oberhalb des Randes.
Passt eine kleinere Hülse in ein größeres Ladebrett?
Sie steht darin, aber locker und schief. Zum Arbeiten taugt das wenig.
Woher weiß ich, zu welcher Hülsenfamilie mein Kaliber gehört?
Am schnellsten über die Kaliberlisten auf der Ladebrett-Übersicht. Steht Ihres nicht dabei, schreiben Sie uns den Namen.
Die drei Modelle
Die drei Ladebretter mit ihren vollständigen Kaliberlisten stehen auf der Übersicht: zu den Ladebrettern der RTS-Serie.
Wer Hülsen nicht nur sortiert, sondern auch ihren Rundlauf prüft, findet dafür das Rundlaufmessgerät CG-PRO.